nishikazenishikaze

ppt(2013)
räumliche Komposition für
5 Vokalperformer mit Instrumenten und Objekten

MM (2004/05)
für Mezzosopran, vier Stimmen und Kammerorchester
70 min.

oratio
(2000)
für fünf Stimmen

CHANT I, II, III
für Solostimme (Christian Kesten)


*1968 in Wakayama (Japan).
Nach Abschluss ihres Kompositionsstudiums an der Universität Nagoya in Japan, setzte sie ihr Studium am Mills College in Oackland (Kalifornien) bei Alvin Curran und an der Universität der Künste Berlin bei Walter Zimmermann fort und schloss 1999 als Meisterschülerin ab.
Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Elisabeth Mills preis, dem Kompositionspreis der Stadt Stuttgart und dem Förderpreis der Hochschule der Künste Bremen. Makiko Nishikaze erhielt zahlreiche Stipendien und ihre Werke, oftmals Kompositionsaufträge, werden in Europa, Nord- und Südamerika, Japan und Israel aufgeführt.

Die Musik von Makiko Nishikaze ist zurückhaltend und subtil ohne schrille Akzente. Die Zuhörer werden durch die der Komposition innewohnende Konzentration zur Aufmerksamkeit verführt.



MM
Die Komponistin Makiko Nishikaze und der Regisseur Christian Kesten konzipieren ein installatives Raum-Musiktheater, das auf der literarischen Grundlage des Johannes-Evangeliums, Kapitel 20, basiert und Maria Magdalena in den Mittelpunkt stellt.

Christian Kesten zur Inszenierung: "In meiner Arbeit an einer neuen Form von Musiktheater wird ‘Raum‘ als musikalischer Parameter behandelt. Der Raum ist das Feld, in dem sich weniger Musik und Theater, eher die akustische und die optische Wahrnehmung berühren.
Der Boden des Werner-Otto-Saales im Konzerthaus besteht aus 132 Hubpodien, die der Bildende Künstler Kai Schiemenz zu einer Landschaft gestaltet, die Sänger, Musiker und Publikum gleichermaßen bevölkern; sie sind alle in einem Raum.
Sänger und Instrumentalisten bilden durch Verteilung im gesamten Raum unterschiedliche Konstellationen. Durch die verschiedenen Entfernungen entsteht für den Zuschauer nicht nur rein akustisch, sondern zusätzlich durch die physische Präsenz eine sinnliche Wahrnehmung des Raumes, in dem er sich selbst befindet.
Komposition und Inszenierung schaffen Hand in Hand durch Gestaltung der Konstellationen unterschiedliche räumliche Strukturen. Jeder Zuschauer hat seinen individuellen Hör- und Blickwinkel des Stücks und nimmt genauso wie jeder Sänger oder Instrumentalist Anteil an dem gemeinsam geteilten Raum."

Die Maulwerker und das Kammerensemble Neue Musik Berlin
Inszenierung: Christian Kesten
MaerzMusik Festival für aktuelle Musik 2006, Konzerthaus Berlin

oratio
oratio ist ein raumbezogenes Stück; die Positionsveränderungen der Ausführenden im Raum beeinflussen die Wahrnehmung der Klänge.

„Das Thema meiner Arbeit ist 'Hören‘.
Ich stelle unser aller Neigung in Frage, Musik mehr und mehr auf eine passive Weise wahrzunehmen. Wir tendieren dazu – ich selbst eingeschlossen – den Klängen zu folgen gerade so wie sie in Erscheinung treten. Was ich in meiner Musik zu erreichen versuche, ist, Klänge zu schaffen, die zum aufmerksamen Hören einladen. Während ich das gestische Material meiner Musik beschränke, bin ich stark an subtilen Veränderungen interessiert: der Noten, der Intervalle, der Dichte und Klangfarbe durch verschiedene Instrumenten- oder Stimmenkombinationen. Durch all dies versuche ich einen unvorhersehbaren Fluss zu schaffen, der die Zuhörer einlädt, an der Entwicklung der Musik im realen Moment teilzuhaben.“ (Makiko Nishikaze)

UA: Kleiner Wasserspreicher Berlin 2000