14. / 15. Oktober 2021 | 20:00 Ballhaus Ost, Berlin
maulwerker performing music: TYPOGRAFIEN
Über die musikalische Interpretation von Schrift. Konkrete Poesie & Grafische Notationen

Federico Barabino Silencio Visual (2011) UA
Grafische Partitur für eine offene Anzahl an Stimmen

Mazen Kerbaj Learning Arabic (2021) UA
for 5 voices and 1 conductor
1. The Sound; 2. The Alphabet; 3. Reading

Ann Noël YOU (1982) Version 2021 UA
Maulwerker-Realisierung für 6 Stimmen und Videoprojektion

Annette Schmucki staben (2014)
für drei spielzeugklaviere und sprechstimme(n)

Gerhard Stäbler SPEED (1997)
für zwei Gruppen von 3 Vokalist*innen

Nicolas Wiese / Laura Mello Hesitation Choir (2021) UA, Komposition für dynamisch-typografischen Score, Live-Elektronik und Vokal-Ensemble

Es sind zwei verschiedene Achsen, die diesem Programm konzeptuell zugrunde liegen: Sprache als musikalisches Material zu begreifen und zum anderen Schrift als grafische Notation zu behandeln. Die an diesem Abend interpretierten Kompositionen sind ausschließlich durch Schrift notiert, in verschiedenen grafischen Anordnungen und Schriftbildern, die von den Maulwerkern in sprachmusikalische Prozesse übersetzt werden. Der Abend öffnet Räume zwischen Sprache und Musik, schafft synästhetische Verbindungen von Klang und Bild. Die Schriftbilder und Notationen werden auf unterschiedliche Weise sichtbar gemacht und teilweise als Live-Video animiert.

gefördert durch die initiative neue musik berlin e.V.



12. Sept. 2021 18 Uhr
Sarotti-Höfe, Mehringdamm 55, 10961 Berlin (beim Exploratorium)
ORTE & RÄUME #2 eine mobil-partizipative Konzert-Situation im Außenraum (Eintritt frei)

Ariane Jeßulat – Machaut au courant (UA)
Henrik Kairies – Tours de Cours (UA)
Christian Kesten – Sieben Höfe (UA)
Alexey Kokhanov– buoyant (UA)
Katarina Rasinski – Buffalo Bill bei Sarotti (UA)
Rebecca Saunders – O (für Sopran solo, 2017)
Steffi Weismann – Cluster to Chain (für drei Gruppen mit Objekten, UA)

In ihrer neuen Reihe ORTE & RÄUME widmen sich die Maulwerker spezifischen Orten im urbanen Raum, um sie akustisch erfahrbar zu machen. Nach der musikalischen Erkundung des Innenhofs des ACUD im August 2020 bespielen sie nun die SAROTTI-HÖFE. Wo klingen Töne, wenn wir sie hören? – Die Wahrnehmungspsychologie kennt viele Antworten darauf, digitale Technologie kennt sogar viele genaue Antworten darauf, trotzdem genügen 7 Vokalperformer*innen, wenige Instrumente und eine ›entrückte‹ räumliche Situation, um gewohnte Parameter auszuhebeln und Selbstverständliches unerhört zu machen.
Die Maulwerker konzipierten spezifisch für die Sarotti-Höfe neue Kompositionen, die das Publikum herausfordern, den Raum hörend neu zu konstruieren, Kontrapunkte um verwinkelte Ecken herum zu verfolgen, die Polyphonie immer wieder neu zusammenzusetzen. Klangliche Mischungen über räumliche Distanzen hinweg, Spaltklänge am Ort und bewusste Dissoziationen von Tönen und ihren Quellen spielen mit Vorstellungen von Abstand, Anziehung, Ordnung und vielleicht auch mit Spannungsverhältnis-sen, die uns aktuell stärker aufgeladen begegnen als vor COVID-19.

im Rahmen des Monats der zeitgenössischen Musik (MdzM)


19. September 2021
Festival Jauna Muzika, Vilnius, Litauen
maulwerker performing music: KŪNAI. ERDVĖS.

Neo Hülcker: Gib Pfötchen (2017)
Sven-Åke Johansson: WE WA WO (2016)
Jule Flierl: d!ssoc!at!on_study_2 (2018)
Christian Kesten: Über die Lebensweise der Guam-Flughunde ist weiterhin nichts bekannt. (2018)
Alessandro Bosetti: Trinitaire (2015)
Indrė Liškauskaitė: Jump! Jump! Tunnel! Tunnel! (2021)

mit freundlicher Unterstützung des Goethe Institut


12. August 2021 | 19:30 Galerie Amalienpark | Raum für Kunst
Breite Straße 23, 13187 Berlin-Pankow
KONTAKTE
- Konzert für Stimmen und Objekte im Rahmen der Ausstellung Alles Kunst?! – Experimentelles in Kunst & Musik

Maulwerker Trio: Ariane Jeßulat, Katarina Rasinski und Steffi Weismann

Katarina Rasinski – Weißes Rauschen (UA, Achim Niemann gewidmet)
Steffi Weismann – Gaze and Friction (UA, Mieko Shiomi gewidmet)
Christian Kesten – zunge lösen (Trioversion 2002)
Ariane Jeßulat – s´accorder Machaut (UA)
Michael Hirsch – Intérieur à 1 (2015)
Henrik Kairies – Tri-Harmoni(k)a (2020)
Alison Knowles – Nivea Cream Piece (1962)


22. Juni 2021 | 20:00 KONTRAKLANG in der Parochialkirche, Berlin
BILD RAUM MUSIK Werke von Rolf Julius und Miki Yui in Kooperation mit singuhr - projekte

Rolf Julius SONGBOOK 1- 6 für 6 Stimmen, mit Ariane Jessulat, Henrik Kairies, Christian Kesten, Alexey Kokhanov, Katarina Rasinski, Steffi Weismann


16. - 18. Juni 2021 |20:00
Ballhaus Ost Berlin, Pappelallee 15, 10437 Berlin
Steffi Weismann: A oder B
quadrophone Konzertinstallation/Performance für 7 Akteur:innen, Objekte, Live-Video und teilnehmendes Publikum.

A oder B, Entweder-oder, links oder rechts. Binarität unterstellt Symmetrien und schafft Gegenpositionen.  Was passiert, wenn diese verstärkt oder aufgelöst werden?
Steffi Weismann schöpft bei dieser audiovisuellen Komposition aus ihrer inter-medialen Praxis mit mikrofonierten Alltagsobjekten und performativer Musik. Stimmen und Aktionen werden in einem quadrophonischen Setting verräum-licht und verbinden taktile Vorgänge mit dem Hören und Sehen. Anfangs be-wegen sich die Besucher:innen einzeln durch einen interaktiven Parcours. Es öffnen sich reale und imaginäre Türen. Der Abend lebt von Perspektiv-wechseln und der körperlichen Präsenz von Publikum und Performer:innen.

Maulwerker und Gäste: Ariane Jessulat, Henrik Kairies, Christian Kesten, Katarina Rasinski, Özgür Erkök-Moroder, Fernanda Farah, Lorena Izquierdo
Komposition, Choreographie, Bühne, Video: Steffi Weismann
Kostüme: Dorothee Scheiffarth, Licht: Ruth Waldeyer, Ton: Matthias Erian, Mehrkanal-Programmierung Ton: Annette Krebs, Fotos und Assistenz: Julia Cremers, Kameras Live-Stream: Susanne Elgeti, Isabell Spengler, Öffentlichkeitsarbeit: Sascha Wolters, Produktion: Vilém Wagner

13€/9€ Ticketbuchung nur online
Einzeleinlass ab 19:45 im Minutentakt
in deutscher und englischer Sprache, ca. 70 Minuten
Wir bieten am 18.Juni 2021 ab 19:45 einen kostenlosen Live-Stream! Zugang über: https://www.ballhausost.de/produktionen/a-oder-b/

Eine Produktion von Steffi Weismann und der Maulwerker
in Kooperation mit dem Ballhaus Ost
ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
unterstützt durch Errant Sound e.V.


Montag 31. Mai 2021
CoFestival
– International Contemporary Dance Festival
, Ljubljana (Slowenien)

maulwerker performing music VOCAL SPACES. COMPOSED BODIES.
Programm:
Michael Hirsch: Intérieur à 1 (2015)
Christian Kesten: zunge lösen (1999/2002)
Antonia Baehr: HA-HA-HA-AH-AH-AH (2008/2020)
Jule Flierl: d!ssoc!at!on_study_2 (2018)
Dieter Schnebel: Stumme Schreie (2008)
Dieter Schnebel: Poeme für Finger (aus dem Zyklus Zeichen-Sprache, 1990)
Christian Kesten: Über die Lebensweise der Guam-Flughunde ist weiterhin nichts bekannt. (2018)
Steffi Weismann: folie (2016)

unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


31. Okt. / 1. Nov. 2020
Ballhaus Ost, Berlin
DIE RACHE – Rachen, Mundhöhlen und andere akustische Räume. Videodokumentation

Serge Baghdassarians & Boris Baltschun: auspacken / unboxing (2016, Version 2020) für 4 Sprecher*innen, verschiedene Aufnahme- und Wiedergabemedien

Hanna Hartman: The Revenge (2020) UA

Antje Vowinckel: Gipfeltreffen (2019)
für Dialektaufnahmen und imitierende Summ-Stimmen

Cathy van Eck: We are prepared (2020, 15 Min) UA
für 4 Stühle, Sensoren, Live-Elektronik, 3 Performer*innen und kehlkopfmikrofonierte Stimmen

Sonntag 1. Nov. 2020 |16 Uhr
Think Tank "Getan, gemeint, gehört, gedacht – Klang und Klangerzeugung in Musik und Performance"
Keynote von Volker Straebel und Paneldiskussion mit den Komponist*innen des Abends, moderiert von Ariane Jessulat. Videodokumentation

Gefördert durch die Initiative Neue Musik Berlin e.V., den Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.


2. / 3. September 2020 | 20 Uhr – Achtung limitierte Plätze!
Acker Stadt Palast Berlin
Makiko Nishikaze: BREAKFAST OPERA
Das ganze Konzert steht > hier online

Jeden Morgen, überall in der Welt, frühstücken Menschen. Es ist ein alltägliches Ritual, das stark von individuellen Vorlieben und kulturellen Einflüssen geprägt ist. Makiko Nishikaze und das Ensemble Maulwerker transformieren die Thematik in eine räumlich-musikalische Situation. Die Komposition verbindet Klänge, Gesten, Gerüche, Stimmen, Bilder und verschiedene Sprachen. Die Fokussierung auf das Alltägliche öffnet einen Raum für neue Wahrnehmungen und fragt nach dem Motor unserer Handlungen.

KOMPOSITION Makiko Nishikaze | SZENE Makiko Nishikaze & Maulwerker | BÜHNE Steffi Weismann, Hsuan Huang | KOSTÜME Hsuan Huang | VIDEO Steffi Weismann, Susanne Elgeti | LICHT Hendrik Haupt | PRODUKTION Vilém Wagner MAULWERKER Ariane Jeßulat, Henrik Kairies, Christian Kesten, Steffi Weismann
Das Stück wurde im Rahmen des BAM (Berliner Festival für aktuelles Musiktheater ) im September 2018 uraufgeführt. Die Wiederaufnahme wir durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin ermöglicht


19. August 2020 | 19:30
ACUD MACHT NEU - Odd Wednesday
Maulwerker ORTE & RÄUME #1 Acud Innenhof
Räumliche Musik von Balkons und Dächern, aus Fenstern und Treppenhäusern
Werke von Antonia Baehr, Fernanda Farah, Ariane Jessulat, Henrik Kairies, Christian Kesten, Steffi Weismann und Maulwerker collective. Odd Wednesday ist eine Konzertreihe kuratiert von Mélodie Melak

Das Publikum bewegt sich unter freiem Himmel im Innenhof. Bitte die Abstandsregeln einhalten und eine Maske tragen. Videodokumentation


Dienstag, 3. März 2020 | 20:00
Unerhörte Musik | BKA, Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg
BASTARD. Kammermusik für Stimmen, Gesten und Instrumente

In diesem Kammermusik-Programm arbeiten die Maulwerker an den Übergängen zwischen konzertanter und theatraler Performance. Ebenso wie Gesten auditiv und als Kammermusik verstanden werden, soll das theatrale Potential von Instrumentalstücken exploriert werden – das eben nicht in hinzugefügten Gesten oder intentionalem, hinzugefügtem „Ausdruck“ liegt, sondern in einem hörbaren Bewusstsein für die Bühne der Tastatur, die Räumlichkeit von Klängen und die Performativität musikalischer Kommunikation, mit der die Stücke des Programms virtuos spielen.

ANDREA NEUMANN Quartett Nr. 1 (2018)
ANNETTE SCHMUCKI staben (2014) für 3 Toypianos und Sprechstimmen
MICHAEL HIRSCH Bastard (1997/98) für Klavier
MICHAEL HIRSCH Mouvement à 5 (1995) für Klavier, Gitarre, Glockenspiel, Geräuschemacher, Zuspielungen
CLARA GERVAIS Gesetzt (2015) UA, auf einen Text von Karl Marx, für 7 Stimmen
ERNSTALBRECHT STIEBLER Einklang (2006) für Stimmen, Violine, Violoncello, Gläser, Synthesizer


7. Nov. 2019 | 17:30-19:30 Uhr
INTERVENTION in der Ausstellung Local Histories – Rieckhallen
Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin

Das Ensemble Maulwerker führt in der Ausstellung Local Histories Stücke der Fluxus Bewegung (u.a. von George Brecht, Mieko Shiomi, Dick Higgins, Nam June Paik) und von John Cage neu auf. Die Performances werden dezentral und teilweise auch simultan stattfinden. Sie schließen damit an Themen der Sammlungspräsentation an, in der Werke zu sehen sind, die als räumliche Malereien oder performative Skulpturen Gattungsgrenzen überwinden.